The limits of speedcubing

26. Juli 2011

Die übliche Methode, um eine Durchschnittszeit beim Speedcubing zu ermitteln, ist das fünfmalige Lösen, wobei die beste und schlechteste Zeit gestrichen werden und aus den übrigen drei das arithmetische Mittel gebildet wird.

Behauptung: Wenn Speedcubing sehr lange existiert, um genau zu sein unendlich lange, dann konvergiert die Folge der Rekorde für die Durchschnittszeit.

Beweis: Implizit haben wird behauptet, dass die Rekordzeiten überhaupt eine Folge bilden. Dies ist dann der Fall, wenn wir einen Rekord auch dann zählen, wenn er nur eingestellt wird. Denn ein einmal vollbrachter Rekord ist damit für Menschen möglich und es bedarf nur einer gewissen Zeit, bis wieder ein Mensch diesen Rekord einstellt oder sogar übertrifft. Da diese Zeit nach Voraussetzung immer vorhanden ist, haben wir also eine unendliche Folge von Zeiten, welche monoton fällt. Negative Zeiten sind nicht möglich, somit ist die Folge nach unten beschränkt. Damit erfüllt sie ein hinreichendes Konvergenzkriterium.

Nach Jessica Fridrichs Prognose (aus den 80ern?) liegt dieser Grenzwert bei etwa 5 Sekunden, was damals wohl kaum vorstellbar war, während sich nun - 30 Jahre später - die Rekorde langsam dieser Grenze nähern. Die Tabelle zeigt die derzeitigen Top-3, natürlich mit Links zu den Videos:

Platz Name Ergebnis Einzelzeiten Video
1 Feliks Zemdegs 7.64 7.03 8.11 8.36 5.66 7.78 Link
2 Piti Pichedpan 8.46 8.15 8.71 8.50 10.08 8.16 Link
3 Giovanni Contardi 8.54 8.08 9.03 8.52 10.22 7.63 Link

Alle drei Rekorde wurden dieses Jahr aufgestellt und die (relativ) große Varianz deutet darauf hin, dass noch bessere Rekorde zu erwarten sind . Der 15 jährige Feliks Zemdegs hält übrigens auch noch 11 weitere Speedcubing-Weltrekorde.

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Die Gotteszahl ist 20

12. August 2010

Jede beliebige Stellung eines Zauberwürfels kann also in 20 Zügen gelöst werden. Das haben jetzt deutsche und amerikanische Wissenschaftler herausgefunden.

Dass es eine Position gibt, die in nicht weniger als 20 Zügen gelöst werden kann, wurde bereits 1995 gezeigt. Mit algebraischen Methoden und viel Rechenpower konnte die obere Schranke mit der Zeit immer weiter nach unten gesetzt werden, bis vor Kurzem dann gezeigt wurde, dass 20 Züge tatsächlich für jede Position ausreichen. Hier gibt es mehr Informationen zur Suche nach der Gotteszahl.

Für Speedcuber ist das Ganze eher uninteressant, denn die gefundenen Lösungen sind weder von einem Menschen in kurzer Zeit findbar noch lassen sie sich schnell ausführen.

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Schade...

10. August 2009

... dass ich die Kamera nicht an hatte! Eben habe ich meinen Einzelrekord im Speedcubing zu einer Weltklassezeit verbessert.

Ich ahnte bereits beim Inspizieren, dass es schnell gehen wird, da mit sechs Zügen ein Extended-Cross möglich war. Die andern Pairs gingen sehr schnell, und es folgte ein einfacher OLL-Fall und ein PLL-skip und - schwupps - da waren es 11,21 Sekunden!

*freu*

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